Armagnac

Die Region ist kaum unter ihrem tatsächlichen Namen bekannt: “Armagnac” heißt sie jedenfalls nicht. Auch die Bezeichnung “Gascogne” gibt es eigentlich seit der Französischen Revolution nicht mehr - auch wenn die Einheimischen das konstant ignorieren. Offiziell wird der Armagnac hauptsächlich im Département Gers produziert, sowie in Teilen der Provinzen Landes und Lot-et-Garonne. Um die Verwirrung komplett zu machen, das Produktionsgebiet ist auch noch aufgeteilt in “Bas Armagnac”, Ténarèze und “Haut Armagnac”.
Unsere Armagnacs stammen aus dem “Bas Armagnac” im Gers, gut 100 Kilometer südöstlich von Bordeaux. Hier kommen die besten Brände der Region her. Sie unterliegen besonders strikten Regeln, kontrolliert vom BNIA, dem “Bureau National Interprofessionel de l’Armagnac”.
Das Bas-Armagnac ist das westlichste der Armagnac-Gebiete, auch unter dem Namen “Armagnac Noir” bekannt. Grund sind die örtlichen Mooreichen, die fast schwarze Blätter tragen. Aus ihnen werden traditionell auch die Fässer für die Brände hergestellt.
Die Reben wachsen auf sauren Sand-Lehm-Böden. Eisenhaltiges Gestein sorgt für kräftig gefärbte Trauben. Elf Sorten dürfen angepflanzt werden, von Bedeutung sind jedoch nur Ugni Blanc (80%), Colombard und Blanquette. Typisch für die Region sind Mischkulturen mit Getreide oder Obst, da sich kaum ein Bauer die ausschließliche Armagnac-Produktion leisten kann.

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